Minimalinvasive Rückentherapie

Die therapeutischen Maßnahmen bei Rückenbeschwerden zielen darauf, Schmerzen zu lindern und die Ursachen der Schmerzen zu beseitigen. Wie bereits in anderen Kapiteln dargestellt, ist die Ursache von Rückschmerzen im Verschleiß von Bandscheiben und Wirbelgelenken zu sehen mit nachfolgenden Muskelverspannungen. Der Verschleiß lässt sich im Akutstadium schlecht verhindern, was jedoch bekämpft werden kann sind die Begleitreaktionen. Wenn im Körper eine Reparatur ansteht, dann verläuft diese im Rahmen einer Entzündungsreaktion. Entzündung ist dabei als eine Methode des Immunsystems zu verstehen, an bestimmten Stellen des Körpers besonders aktiv zu sein. Dabei werden verschiedene Botenstoffe frei, um weitere Immunzellen „anzulocken“ und um geschädigtes Gewebe zu beseitigen. Dies führt jedoch auch zur Reizung von Nervenendigungen, um den Körper auf das Problem aufmerksam zu machen und um die geschädigte Region ruhigzustellen, damit sie ausheilen kann. Denn Schmerz ist in der Akutphase ein Warnsignal. Nach dem wir jedoch einmal auf das Problem aufmerksam geworden sind und es wahrgenommen haben, möchten wir den Schmerz beseitigen. Dies erfolgt in erster Linie mit Medikamenten. Die meisten bei Wirbelsäulenbeschwerden eingesetzten Medikamente der ersten Phase stellen eine Mischung aus anti-entzündlich (antiphlogistisch) und schmerzlindernd (analgetisch) dar. Denn die Entzündung ist schmerzauslösend, wenn die Entzündung eingedämmt werden kann, dann werden auch die Schmerzen geringer.

Um die Wirkung der Medikamente zu verbessern, kann man diese direkt an den Ort des Problems bringen. Dann ist dort die höchste Dosis, während der übrige Körper „verschont“ bleibt. Dies ist der Sinn der minimalinvasiven Rückentherapie. Um höchste Sicherheit zu erlangen, dass ein Medikament wirklich dort hinkommt, wo wir es haben wollen, werden die Injektionen unter Bildkontrolle durchgeführt. Zusätzlich kann noch Kontrastmittel benutzt werden. Am Fluss des Kontrastmittels kann gesehen werden, wohin auch das Medikament fließen wird.

Abbildung 1. Bildkontrollierte Injektionstechniken sind sehr effektiv. Dadurch kann man eine hohe Medikamentendosis an die Problemzone bringen. Als Bildkotrolle kann Röntgen, CT oder MRT verwendet werden. MRT hat den großen Vorteil  ohne Strahlung auszukommen. Allerdings ist es  kostenintensiver als die anderen Verfahren. Injektionen können in verschiedene Gelenke (z.B. Facettengelenke) oder an Nerven (z.B. beim Bandscheibenvorfall die so genannte PRT – periradikuläre Therapie).

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