Bandscheibenvorfall

Eine Bandscheibe funktioniert gut, wenn der Faserring durch einen prallen inneren Kern gespannt wird, ähnlich einem Autoreifen, wo der Mantel durch hoher Luftdruck gespannt ist und die Last des Auto tragen kann. Wenn jedoch die Spannung nachlässt (auf Grund eines Flüssigkeitsverlustes) wird der äußere Faserring spröde und  bekommt  Risse. Daraus resultiert eine Stabilitätsminderung (Lockerung). Dies bedingt eine Beanspruchung der Wirbelgelenke und der Muskulatur und verursacht Schmerzen. Ähnlich dem Autoreifen. Wenn wir einen „Platten“ haben und die Luft ist raus, dann wird der Mantel bereits nach wenigen Metern durch die Last des Auto zerfetzt.

 

Entstehung eines Bandscheibenvorfall
MRT-Bild Bandscheibenvorfall

Dabei können sich Teile der Nucleus pulposus (weiche Kern) lösen und durch die entstandenen Spalte infolge der Lockerung nach außen gedrückt werden und den bekannten Bandscheibenvorfall verursachen. Die vorgefallene Bandscheibe kann gegen Bänder und Nerven drücken und neue Schmerzen hervorrufen, die einerseits auf den Rücken beschränkt sein, aber auch in das Bein (bei der Lendenwirbelsäule) oder den Arm (Halswirbelsäule) ausstrahlen können. Wenn der Druck auf den Nerven zu stark wird, dann kann es auch zu Gefühlsstörungen oder Lähmungen kommen. Die Degeneration (der Verschleiß) erfasst im Verlauf auch die Wirbelgelenke und die Wirbelkörper selbst und es kann zur so genannten Spondylose und Spondylarthrose mit den Folgen der Wirbelkanalverengung und Instabilität kommen.

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